Kosten

  • Was sollte man für die Kostenschätzung einplanen? => Unsere Erfahrung hierzu aus dem Jahr-2020 lautet ca.130-160€ pro Tag für 2 Personen, sofern im Zimmer (nicht im Lager) übernachtet werden soll und eine AV-Mitgliedschaft existiert.
  • Die Gesamtkosten für die Tour für 2 Personen mit 27 Übernachtungen und allen Kosten (in Venedig aber nur 2 Ü/F) betrugen total ca. 3970€ und damit im Schnitt knapp 147€/Tag, entsprechend ca. 74€/Tag pro Person.
  • Was erhält man dafür?? Neben den reinen Übernachtungskosten(im Zimmer), die für AV-Mitglieder „überschaubar“ sind, haben wir uns hierfür, wo immer angeboten eine Halbpension „geleistet“, da man unterwegs doch reichlich Kalorien verbrennt und daher Abends durchwegs mit mehr als einem Standard-Abendessen, also mit mehreren Gängen versorgt werden will. Dies umso mehr, als wir tagsüber, d.h. während der Tour selbst, jeweils außer reichlich Wasser im Wesentlichen keine Verpflegung zu uns genommen haben. Dies ist für erfahrene „Marathonis“ eher die Regel als die Ausnahme, da man im Laufe einer vielstündigen Tour eigentlich kaum genug „Kohlehydrate nachschieben“ könnte, um einen „Hungerast“ gänzlich zu vermeiden, sofern man die Fettverbrennung (an Stelle der Kohlehydrate) noch nicht gewohnt ist. Wer dies nicht gewohnt ist, muss alternativ dafür recht umfangreiche Verpflegungsreserven mitführen und ständig auffrischen oder aber alternativ einkehren, wo es gerade möglich ist. Beides konnten wir uns ersparen, da der berüchtigte „Hungerast“ für uns auch nach vielen Stunden schlicht nicht auftrat.
  • Nach Ankunft auf der jeweiligen Hütte gehörte es hingegen zu unserem Standard, zunächst mindestens 1 großes Radler zu trinken. Nach Erfrischung und ggf. auch Duschen, das auf nahezu allen (AV-)Hütten zwischenzeitlich möglich aber durchwegs kostenpflichtig ist, hatten wir uns anschließend am Nachmittag meist noch ein Stück Kuchen plus Kaffee/Cappuccino geleistet. Diese Kosten ließen sich sicher ggf. sparen oder reduzieren, wobei wir auf das Duschen meist nicht verzichten wollten. Kosten hierfür lagen, höchst unterschiedlich, zwischen günstigen 2€ für 5min und 5€ für 3min oder auch 5€ für 15l Warmwasser. Kaltduschen (Vorsicht: „kalt“ kann beim Haarewaschen so kalt sein, dass man anschließend /vorübergehend erst einmal Kopfschmerzen hat) ist wenn irgend möglich i.d.R. kostenfrei!
  • Getränke zum Abendessen: In Bayern und auch in Tirol haben wir uns als Standard immer 1-3 vergleichsweise (noch) bezahlbare Radler oder Bier geleistet. Kosten hierfür sind aber von Nord nach Süd klar ansteigend! Während ein 0,5l Bier in Bayern in 2020 auf der AV-Hütte noch ca. 3,50-3,80€ erfordert, sind dafür in den Dolomiten bis zu 6,50€ auf den Tisch zu legen. Das geht dann schnell etwas ins Geld, so dass wir schon aus unseren früheren Erfahrungen heraus ab der italien. Grenze, d.h. ab Südtirol statt des abendlichen Bierkonsums auf den viel kostengünstigeren (Rot)Wein umgestiegen sind und diesen im Verhältnis 1:1 mit dem kostenfreien reinem Berg-Quellwasser bzw. Leistungswasser kombiniert haben. Typisch hatten wir uns also abends 1l Wein plus 1l Wasser bestellt, wobei sich die Kosten für den Wein zwischen günstigen 8€ pro Liter(!!) und 16€ pro Liter (Puezhütte, Kreuzwiesenalm) bewegten
  • Durch die (Vor)Reservierung von Zimmern in den AV-Hütten, die in 2020 Corona-bedingt von uns auch in Mehrbettzimmern meist allein belegt waren, hatten wir relativ viel „Freiraum“ um uns „auszubreiten“ und brauchten auch weniger Rücksicht auf andere Bergfreunde zu nehmen. Eine Übernachtung im Lager hatten wir nur ein einziges Mal, d.h. auf der „Kreuzwiesenalm“ in Anspruch genommen, da hier der Kostenunterschied zur Übernachtung im Zimmer vergleichsweise sehr groß war (35€ gegenüber 80€ p.P.), auch wenn die Zimmer hier sicher ausgesprochen komfortabel und geradezu luxuriös-gemütlich sein sollen. Sofern also Kosteneinsparmöglichkeiten gesucht werden, bieten sich die (Matratzen)Lager auf jeden Fall generell als erste Wahl an. In 2020 ermöglichten es uns die Zimmer aber schlicht auch auf einfache Weise, den notwendigen Abstand zu Mitreisenden zu wahren und Kontakte zu minimieren.

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