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Etappe-5: Streckenverlauf vom Carl-von-Stahl-Haus über den Schneibstein entlang der österr.-deutschen Grenze zur Wasseralm
Am Westrand des Hagengebirges: Heute galt es das Hagengebirge, das nach Westen vom Königssee begrenzt wird von Nord nach Süd zu durchqueren. Eine wunderbare Route mit viel auf und ab und nur einer Wasserstelle unterwegs ca. 1h vor dem Ziel, am Wildtörl, unserem mit 1290m tiefsten Punkt des Tages.
Die Tour führte uns vom Carl-von-Stahlhaus zunächst in ca. 90min auf den Schneibstein 2276m) und anschließend in weiteren 2h zum äußerst einsamen Seelein-See. Eine erste längere Rast verbrachten wir danach auf dem Hochgeschirr, einer klassischen Kalkschotterscharte, ca. 250 Höhenmeter über dem Seeleinsee. In den Dolomiten würde solch eine Scharte „Forcella“ genannt und in der Tat ist das Hagengebirge diversen Dolomitenregionen äußerst ähnlich; vor allem bei Wetterbedingungen, wie wir sie heute erlebt haben.
Nach dem „Hochgeschirr“ folgte dann ein 700 Höhenmeter-Abstieg zum o.g. Wildtörl, bevor wir in der letzten Tourstunde dann den steilen Aufstieg durch die nahezu senkrechte Ostbegrenzung von Königssee und Obersee zu bewältigen hatten und nach knapp 7h die einsamst gelegene „Wasseralm“ in der Röth erreichten.
Sonnenuntergang am Carl-von-Stahl-Haus: Blick in Richtung West-Südwest (ganz rechts das Watzmann-Massiv)Und am frühen Morgen (hier gegen 07:15h) noch einmal ein Blick zurück zum komfortablen Carl-von-Stahlhaus bei unserem Start zunächst auf den SchneibsteinAuf dem Gipfel des Schneibstein (2276m); heute unser höchster PunktAuf dem fantastischen Weiterweg zwischen Schneibstein und Seelein-See…..nach ca. 3h ist der Seeleinsee erreicht: In diesem Jahr ist er durch die langandauernde Trockenheit wohl nur noch vergleichsweise klein. Im Hintergrund ist bereits die Scharte vor unserem langen Abstieg zum Wildtörl sichtbar: Das „Hochgeschirr„Ines an Beginn des 700m Abstiegs vom Hochgeschirr (= Passhöhe oben). Die Steilheit des Geländes kommt, wie auf derartigen Bildern üblich, nicht annähernd richtig zur Geltung.Auf dem Wiederaufstieg vom Wildtörl zur Wasseralm gab es immer wieder herrlich Tiefblicke auf Ober– und Königssee sowie Ausblicke auf die Watzmann-FamilieNach ca. 7h ist die Wasseralm erreicht: Einsam gelegen und ohne Strom (abgesehen von etwas PV für die Küche und Bewirtschaftung), und aktuell durch die Trockenheit auch ohne eigenes Wasser. Nur eine kostenintensive, wöchentliche Heli-Versorgung (inkl. 2000-Liter Wassertanks) sichert hier den BetriebBier gab’s zum Ausgleich unseres körpereigenen Wasserhaushaltes glücklichweise ausreichend. Kuchen ist zur Regeneration nach einer Tour natürlich auch immer etwas Gutes…..Ein Blick in das Schlaflager der Wasseralm. 40 Betten in Stockbetten und in zwei Etagen. Etwas anderes gibt’s hier nicht.Die Stiege zum Obergeschoss des Schlaflagers stellt schon eine kleine Herausforderung für die Gäste dar. Für die Art der Wasseralmgäste ist das aber eher kein ProblemZum Abendessen gibt’s hier auch nur die legendäre und äußerst leckere Wasseralm–Gemüsesuppe; als vegetarische Alternative natürlich auch ohne Wurst.Nach dem Abendessen kam zur Erinnerung daran, wer in dieser Einsamkeit dominiert, das Rotwild fast bis vor die AlmRotwild-Beobachtung direkt an der Alm…..